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Protokoll der Mitgliederversammlung des Fachhandelsringes Erzgebirgische Volkskunst am 1.4.2008 in Seiffen

Beginn: 9.30 Uhr

Ort: Hotel Wettiner Höhe

Versammlungsleitung: Mike Glöckner, Verbandsvorsitzender

Tagesordnung

1. Begrüßung

2. Bericht über die Arbeit des Sprecherrates

3. Bericht und Ausblick über die Arbeit des Verbandes mit dem FHR

4. „Fachgeschäft des Jahres"

5. Übergabe Anerkennungspreise an Frau Gräf-Petzold und Frau Schneider

6. Auswertung Umfrage

7. Erläuterung und Abstimmung über die vorgeschlagenen a

8. Diskussion

9. Neuwahl des Sprecherrates des FHR’s

10. Schlussworte vom Verbandsvorsitzenden und vom Vorsitzenden des Sprecherrates

Teilnahme: 27 Fachhandelsringmitglieder

11 Verbandsmitglieder

zu 1.

Der Verbandsvorsitzende, Mike Glöckner, begrüßte alle Fachhandelsringmitglieder sowie die Ver-bandsmitglieder recht herzlich und wünschte der Mitgliederversammlung einen erfolgreichen Ver-lauf.

zu 2.

Der Vorsitzende des Sprecherrates des FHR`s, Bernd Rogler, begrüßte ebenfalls alle Teilnehmer recht herzlich und hielt anschließend den Bericht des Sprecherrates des FHR`s (s. Anlage Bericht Sprecherrat).

zu 3.

Der Verbandsgeschäftsführer Dieter Uhlmann gab den Bericht über die Arbeit des Verbandes mit dem FHR. (s. Anlage Bericht Verband/FHR).

zu 4. und 5.

Der Verbandsvorsitzende Mike Glöckner begründete die modifizierte Vergabe der Auszeichnung „Bestes Fachgeschäft". So ist auch 2008 vorgesehen, ein „Fachgeschäft des Jahres" auszuzeichnen und dabei besonderen Wert auf einen der Marketingkampagne entsprechenden gestalterischen An-spruch zu legen. Die Fachgeschäfte könne sich dazu wie bisher bewerben, könne aber auch von FHR- oder Verbandsmitgliedern dafür vorgeschlagen werden. Weiterhin werden jährlich zwei Aus-zeichnungen für großes Engagement beim Verkauf Erzgebirgischer Volkskunst vergeben. Im An-schluss erfolgte die Übergabe dieser Auszeichnungen an Frau Gräf-Petzold aus Berlin und Frau Schneider aus Limbach-Oberfrohna. 2

zu 6.

Dieter Uhlmann stellte die Auswertung der diesjährigen Umfrage vor (s. Anlage Auswertung Um-frage).

zu 7.

Einstimmig bestätigten die anwesenden FHR-Mitglieder die vom Verbandsvorstand und dem Spre-cherrat des FHR vorgeschlagene Ergänzung der Satzung hinsichtlich einer persönlichen FHR-Mitgliedschaft.

zu 8.

In der umfangreichen Diskussion sprachen insgesamt acht FHR- und fünf Verbandsmitglieder. Da-bei ging es zumeist um Ergänzungen und Nachfragen zu den in den Berichten thematisierten Prob-leme, wie der Preisgestaltung und dem Internetverkauf. Siegfried Spengler aus Oberstdorf unter-strich eine Aussage von Günter Ulbricht aus Chemnitz, dass das „Geschäft nicht Konsum sondern Kultur ist" und damit bestimmte Ansprüche verbunden sind. Das Verbandsmitglied Günter Reichel verwies darauf, dass der Fachhandel bei Verweis von Endkunden an die Geschäfte oftmals nicht in der Lage ist, diese entsprechend zu bedienen. Außerdem werden sowie Angebote an den Fachhan-del zu wenig genutzt. Deswegen sei es legitim, einen eigenen Internetverkauf – natürlich mit den entsprechenden Preisen, welche leicht über dem Fachhandel liegen – einzurichten. Weiterhin kriti-sierte er auch den Internauftritt eines FHR-Mitglieds. Mehrere FHR-Mitglieder wiesen darauf hin, dass gegen einen entsprechender Internetverkauf auch von Herstellern nichts einzuwenden sei, es aber darf nicht dazu kommen dürfe, dass die Fachgeschäfte „kostenlose Schaufenster" für den In-ternetverkauf werden. Mehrfach wurde von den FHR-Mitgliedern die Marketingkampagne aus-drücklich unterstützt und die Vorträge am Vortage dazu sehr positiv bewertet.

zu 9.

Bevor die Neuwahl des Sprecherrates des FHR`s erfolgte, dankten der Verbandsvorsitzende und der Geschäftsführer dem bisherigen Vorsitzenden des Sprecherrates, Bernd Rogler, welcher nach vier-jähriger Tätigkeit den Vorsitz abgibt, für seine geleistete Arbeit.

Alle Mitglieder des bisherigen Sprecherrates stellten sich erneut zur Wahl. Da keine Anfragen an die Kandidaten gestellt wurden, erfolgte keine weitere Aussprache. Alle anwesenden FHR-Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass offen über jeden Kandidaten einzeln abgestimmt wird. Bis auf Michael Näumann aus Seiffen, der nicht die erforderliche Anzahl von 50% der Stimmen erhielt, wurden alle Kandidaten ohne Gegenstimme wiedergewählt. Damit besteht der neue Sprecherrat aus folgenden Mitgliedern:

- Erna Kellhammer, Frielendorf

- Uwe Bremer, Geesthacht

- Steffen Lubojanski, Chemnitz

- Bernd Rogler, Potsdam

- Siegfried Spengler, Oberstdorf

- Andreas Weigert, Freiberg

Die Mitglieder des Sprecherrates unterbreiteten dem Verbandsvorstand den Vorschlag, Steffen Lu-bojanski als Vorsitzenden des Sprecherrates des FHR`s zu berufen.

zu 10.

In Ihren Schlussworten bedankten sich Mike Glöckner und Steffen Lubojanski für die Teilnahme und die interessante Diskussion und wünschten allen Anwesenden weiterhin geschäftlichen Erfolg sowie einen guten Heimweg.

Dieter Uhlmann

Protokollant


Bericht des Sprecherrates zur Mitgliederversammlung des FHRs am 1.4.2008 in Seiffen

Sehr geehrter Vorsitzender, sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes, liebe Kolleginnen und Kollegen und liebe Gäste !

Obwohl es mir in dieser Wahlperiode besonders schwer fällt ausführlich über die geleistete Arbeit im Fachhandelsring zu sprechen, und das liegt vor allem an den meist unerfüllten Zielen, möchte ich Überlegungen zu folgenden Schwerpunkten anstellen:

1. Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2007

2. Einschätzung der ersten Etappe der Marketing Kampagne aus Sicht des FHR

3. Aussagen zur Entwicklung des FHR

4. Gedanken zur Problematik: vernünftige Preise als Wertschätzung von Hochwertigkeit, Qualität und Handarbeit

5. Hinweise zur Verbesserung der Arbeit in den Geschäften und die engere Zusammenarbeit mit den Handwerksbetrieben

1. Wirtschaftsjahr 2007

Zur Umsatzentwicklung ist folgendes zu sagen: Im Verkauf haben sich die Höhe des Absatzes und die Streuung der Artikel ähnlich wie in den drei vorausgegangenen Jahren gestaltet.

Obwohl in den ersten 10 Monaten die Ergebnisse hinter denen des Vorjahres zurück blieben, konnte durch geringfügig bessere Umsätze im Weihnachtsgeschäft, die Bilanz wieder ausgeglichen werden.

Ein entsprechender Umsatz war nur zu erreichen, wenn Kriterien wie: genügend große Auswahl, Vollständigkeit von Sammler-Kollektionen, günstiges Verhältnis von traditionellen und neuen Produkten und eine angemessene Auswahl an exklusiven und hochwertigen Artikeln angeboten wurden.

Weiterhin ist zu bemerken, dass Engelsortimente, Miniaturen und Tischpyramiden zwischen 40,-- € und 60,-- € wiederum gut abgesetzt werden konnten.

In diesem Jahr trugen Füllartikel zunehmend zu einer Umsatzsteigerung in der Weihnachtssaison bei.

Der Trend bei einfach geschnittenen Schwibbögen und beleuchteten Fensterbildern auch bei hoch preislichen Schwibbögen und vielstöckigen Pyramiden gestaltete sich rückläufig.

Der Weihnachtsumsatz in und um Seiffen und generell auf den Weihnachtsmärkten soll wohl weniger erfolgreich verlaufen sein. Dagegen ist eine positive Bilanz der Händler aus den alten Bundesländern zu verzeichnen.

Ostergeschäft: bei ca. 90% der Kollegen konnte das Vorjahresergebnis bei weiten nicht erreicht werden.

Wiederholt und verstärkt wurde dieses Jahr von Händlern die Meinung geäußert, dass mehrere Hersteller Wochen vor Weihnachten bereits nicht mehr lieferfähig waren, und die Hersteller beklagten wiederum zu spät im Jahr liegende Bestelltermine der Händler. 2

2. Zum Stand der Marketing Kampagne

Der Sprecherrat wurde vor allem in der ersten konzeptionellen Phase mit einbezogen. So nahmen wir fast vollständig an der Auswahl der zu beauftragenden Agentur und an der Erarbeitung der Konzeption für die Kundenzeitschrift mit teil, und zur Eröffnung der Kampagne während der Leipziger Messe im Frühjahr waren viele Mitglieder des FHR anwesend

Leider ließ dann die Teilnahme am Eröffnungsball in Olbernhau zu wünschen übrig.

Der Ball wurde durch den Vorstand, vor allem durch Mike Glöckner und Dieter Uhlmann mit hohem persönlichen Einsatz vorbereitet und zu einem beeindruckenden, gesellschaftlichen Ereignis gestaltet. Persönlich hat mich diese Veranstaltung sehr positiv beeindruckt.

Vielen Dank an Mike Glöckner und Dieter Uhlmann für die geleistete Arbeit an der Marketing Kampagne und der Vorbereitung des Balls.

Mit unserem Beitrag zur Erarbeitung der Konzeption für die Endverbraucherzeitschrift endete dann auch unsere Teilnahme an den weiteren Aktivitäten der Kampagne.

Wenn einerseits der hohe Umfang an persönlichen Beiträgen durch Mitglieder des Vorstandes nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, ist andererseits eine ungenügende Einbeziehung bzw. Information des Fachhandelsringes nicht zu verstehen.

Zur Einschätzung der neuen Werbematerialien kann folgendes gesagt werden:

Die erste Ausgabe der Endverbraucherzeitschrift „Die Kunst zu Leben" ist sowohl bei den Fachleuten, als auch bei unseren Kunden sehr gut angekommen. Ich glaube, damit sind wir auf einem guten Weg.

Die neuen Werbe- und Verpackungsmittel wurden aussagekräftig und in hoher Qualität gefertigt.

An dieser Stelle möchte ich alle Kollegen aufrufen diese bei der Ausgestaltung der Geschäfte verstärkt einzusetzen und damit einen Beitrag zu leisten, das Warenzeichen „Erzgebirgische Holzkunst" mit einem modernen Antlitz zu versehen.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf die Muster-Schaufenster, die vom Verband auf der Herbstmesse in Leipzig in Auftrag gegeben worden sind. In diesen Schaufenstern wurden in wunderbarer Weise die Grundzüge der neuen Marketing Kampagne umgesetzt.

3. Zur Entwicklung des Fachhandelsringes in den letzten beiden Jahren

Positiv ist an den Anfang zu stellen, dass sich die Akzeptanz des FHR sowohl bei den Herstellern als auch bei den Kunden erhöht hat. Händler spezifische Probleme lassen sich ohne uns im Verband aber nur schwer lösen. Wir haben es geschafft, grundsätzliche Aufgaben zu erkennen und gemeinsame Lösungsansätze bzw. - Wege zu finden.

Durch den Zusammenschluss zum FHR wurde die Basis für einen Erfahrungsaustausch sowohl im großen Rahmen unserer Treffen als auch zwischen einzelnen Händlerkollegen geschaffen.

Leider konnten hierbei die Möglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft werden. Diese Aussage trifft auch für uns Sprecherratsmitglieder in der Kommunikation mit den Kollegen im Territorium zu.

Die Entwicklung der Mitgliederzahl im FHR stellt für uns ein großes Problem dar. Einerseits stellen wir in der gegenwärtigen Lage kein ökonomisches Gewicht für die meisten Herstellungsbetriebe dar, andererseits fehlt völlig die Unterstützung der Hersteller bei der Gewinnung ihrer Fachhändler für den FHR.

Und: Eine größere Zahl der Fachgeschäfte der Verbandsmitglieder sind immer noch nicht dem FHR beigetreten. Da muss man sich fragen, ob von der Mehrzahl der Verbandsmitglieder der FHR so gewollt ist?

Ich glaube es wird notwendig werden, bei der Einbindung des FHR in den Verband, auch wieder neue Wege zu suchen.

Bisher hat der Vorstand des Verbandes weitestgehend ohne Einbeziehung des FHR, der als Ausschuss des Verbandes deklariert ist, die Aufgaben festgelegt. Eine Berichterstattung durch den FHR vor der MV des Verbandes oder ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch sind nicht erfolgt. 3

Ich schlage in diesem Zusammenhang vor: dass der Vorsitzende des Sprecherrates, oder ein Sprecherratsmitglied als Vertretung, gleichzeitig Mitglied im Vorstand wird oder zumindest regelmäßig an den Sitzungen teilnimmt bzw. auch vor der MV des Verbandes Bericht erstattet.

Aus der bisherigen Entwicklung und den gemachten Erfahrungen bin ich ebenfalls der Meinung, dass es Zeit ist, die erzielten Ergebnisse zu hinterfragen.

Schlussfolgernd daraus schlage ich vor:

? Die Mitgliederversammlung diskutiert nochmals über die grundsätzliche Stellung bzw. Einordnung des FHR

? Die MV überdenkt, ob es notwendig ist, die Satzung zu überarbeiten und prüft, ob der Eintritt in den FHR lukrativer gestaltet werden kann.

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals die Unterstützung von den Herstellern einfordern. Und es wird sich in Zukunft auszahlen, wenn der Produzent seinen Fachhändler mehr als bisher auf dem sprichwörtlich „goldenen Tablett" trägt.

Es ist abzuwägen, ob die Internetpräsenz des FHR verbessert werden kann.

Gedanken dazu wären:

? Der FHR mit seinem Mitgliederverzeichnis wird auf mehreren Seiten Erzgebirgischer Holzkunst bei Google positioniert.

? Die Hersteller verweisen noch mehr auf die Adressen ihrer Fachhändler

? Die Händler des FHR verpflichten sich, ihre eigenen Homepages qualitativ zu verbessern

? Für Fachhändler wird unter der Seite www.erzgebirge.org eine Plattform eingerichtet auf der abzugebende Artikel angeboten oder gesuchte Produkte gekauft werden können.

Wir stellen uns vor, dass man einen Artikel anbietet oder eine Anfrage nach bestimmten Produkten per Email an unsere Internetadresse sendet und von dort aus diese Nachricht weiter an alle FHR Mitglieder verteilt wird.

Wir wissen mittlerweile alle, dass wir am Internet nicht mehr vorbei kommen. Die Frage ist nur, was biete ich auf dieser Plattform zu welchem Preis an?

4. Thema Preisgestaltung

Ich frage mich, warum ein Hersteller einen Internetverkäufer noch beliefert, wo dieser sich auf der gleichen Seite, wenn möglich noch unter Einverleibung des Firmenlogo des Lieferanten, breit macht und die Artikel dann noch zu unmoralisch tiefen Preisen verhökert.

Ebenso werden durch einige Firmen Warensortimente im größeren Maßstab in Katalogen von renommierten Versandhändlern angeboten, leider unter unseren Verkaufspreisen. Und wenn ein Kunde eine Katalogseite auf den Tisch legt und diesen dann bei mir kaufen möchte, aber natürlich zum Katalogpreis, entsteht für mich eine Situation, in der ich mich ganz schnell vom Sortiment dieser Firma trennen möchte.

Ähnlich zwiespältige Verhältnisse entstehen für uns Fachhändler im Umgang mit unseren Kunden, wenn diese gezielten Anwerbungen der Hersteller ausgesetzt werden. Auch andere Maßnahmen wie: Fabrikverkäufe, Schautage, Kunden- und Sammlerklubs mit eigenen Katalogen und Sammeln von Kundendaten über Flyer bzw. Kundenzeitungen, dienen dem Ziel, schnellen Umsatz zu erzielen. Oft liegen dann diese Flyer und Kundenzeitschriften mit den enthaltenen Anwerbungen bei den Fachhändlern aus.

Diese Strategien sind so ausgerichtet, dass sie am Fachhandel vorbei zielen. Außerdem verzichtet man damit auf einen vernünftigen Preis und eine fachmännische Beratung.

Durch das massive Nutzen von Billigpreisen wird diesen Strukturen zunehmend der Premiumcharakter unserer Holzkunsterzeugnisse aufgeweicht und ein minderwertiges Bild erzeugt. Zu geringe Gewinne durch Preisdumping gefährden immer mehr die Existenz, erst der Fachhändler und später auch der Hersteller. Wir müssen alle begreifen, dass eine Kalkulation von 2,2 bis 2,4, ausgehend vom Händlereinkaufspreis, alltäglich und damit existenzsichernd wird.

Die Erfahrung mit der Herausgabe vernünftiger Preisempfehlungen zeigt, dass sich verbessert sich die Akzeptanz des Preises sowohl beim Händler als auch beim Endverbraucher verbessert hat. 4

5. Hinweise zur Verbesserung der Arbeit in den Geschäften und die engere Zusammenarbeit mit den Handwerksbetrieben

Am Ende meines Referats möchte ich noch einige Vorschläge zur Verbesserung unserer gemeinsamen Arbeit geben:

? Die Kommunikation unter den FHR Mitgliedern und natürlich auch von den Händlern zu den Herstellern sollte weiter verstärkt werden, denn Hilfestellung, konstruktive Kritik und Erfahrungsaustausch kosten kein Geld. Sie sind sozusagen die billigste Investition die es gibt.

? Es wird von Nutzen sein, zwischen FHR und Verband die Informationsweitergabe besser auszubauen und enger miteinander zu arbeiten.

? Die Besinnung auf übersichtliche Gestaltungsprinzipien in den Fachgeschäften und die Pflege von vollständigen Sammlerkollektionen wird sich positiv auf den Verkauf auswirken.

? Jeder Fachhändler sollte überlegen, ob er nicht das Angebot von Frühbestell- und Frühabnahme-Preisnachlässen annimmt, um somit einen zusätzlichen Gewinn zu erwirtschaften. Hilfe und Unterstützung für die Herstellungsbetriebe.

? Da die jährliche Ordergröße für die Weihnachtssaison in den Jahren in etwa identisch ist, könnte ein Teil der Ware bei den Herstellern schon früher (im I. Halbjahr) bestellt werden. Im Gegenzug müssten einige Hersteller ihre Lagerbestände wenigstens bis zur ersten Dezemberwoche vorhalten. Somit könnte ein größerer Gewinn für beide erzielt werden.

? Dienstleistungsgedanke: Reparaturen, um sich von anderen abzuheben und wiederholt Kunden in das Geschäft locken.

? An dieser Stelle möchte ich nochmals an die Herstellerbetriebe appellieren, ihre Artikel eindeutiger zu kennzeichnen. Die Beschriftung auf Karton und Rechnung sollten identisch sein.

? Auch die frühzeitige Herausgabe bzw. Information über neue Preise bzw. neue Artikel ist für uns Händler eine notwendige Arbeitsgrundlage.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Gäste

ich hoffe, dass ich mit meiner Berichterstattung einen Beitrag für unsere heutige Diskussion leisten konnte. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2008 und einen angenehmen und sachlichen Verlauf unserer Beratungen.

Glück Auf !

Bernd Rogler

Vorsitzender des Sprecherrates des Fachhandelsringes Erzgebirgische Volkskunst


Bericht zur Arbeit des Verbandes mit dem FHR – Dieter Uhlmann, Verbandsgeschäftsführer

Bevor ich zu den einzelnen Schwerpunkten und Informationen der Arbeit des Verbandes mit dem Fachhandelsring komme, möchte ich zwei grundsätzliche Vorbemerkung machen:

I. Im letzte Jahr war die Arbeit des Verbandes entscheidend von der Entwicklung und dem Start der neuen Marketingkampagne geprägt. Leider trat deshalb auch die direkte Arbeit mit dem FHR etwas in den Hintergrund. Allerdings wurde der gesamte Fachhandel umfangreich über die Marketingkampagne informiert und die entsprechende Fachhandelskampagne ge-startet. Damit war auch der FHR mit einbezogen.

II. Es war geplant gewesen, nicht nur eine festliche Eröffnungsveranstaltung zum Start der Marketingkampagne im Herbst letzten Jahres durchzuführen, sondern auch zeitgleich mit der Umsetzung der Marketingkampagne, d. h. auch mit einer Printkampagne in den Zeit-schriften des Verlages Gruner+Jahr, zu beginnen. Dies war aber aufgrund des bis heute noch nicht vorliegenden Förderbescheids der SAB nicht möglich. Leider führte dies auch dazu, dass der Eindruck sowohl bei den Fachhandelsringmitgliedern als auch bei vielen Ver-bandsmitgliedern entstand, es ist relativ viel Geld ausgegeben wurden, ohne dass eine adä-quate Wirkung zu verzeichnen ist. Deswegen an dieser Stelle die ausdrückliche Feststellung, dass die Publikumkampagne, der eigentliche Inhalt und Schwerpunkt der Marketingkam-pagne praktisch noch gar nicht begonnen hat und somit entsprechende Wirkungen noch gar nicht eingetreten sein können.

Soweit die Vorbemerkungen. Nunmehr komme zu den einzelnen Schwerpunkten und Informatio-nen:

1. Mitgliederentwicklung des FHR

Der Fachhandelsring hat derzeit 82 Mitglieder. Davon sind 7 auch gleichzeitig Verbandsmit-glied. Im Berichtszeitraum wurden zwei Fachgeschäfte neu aufgenommen, davon erstmalig ein Fachgeschäft in England. Sieben Mitglieder sind ausgetreten, davon vier wegen Geschäftsauf-gabe und einer wegen Insolvenz. Derzeit liegen zwei Anträge auf Mitgliedschaft vor.

Insgesamt ist nach Einschätzung des Verbandsvorstandes die Mitgliederentwicklung nicht be-friedigend. Insbesondere gelang es erneut nicht attraktive und umsatzstarke Fachgeschäfte für die Mitgliedschaft im FHR zu gewinnen.

 

2. Auszeichnung „Bestes Fachgeschäft"

Nicht nur aufgrund der Diskussion auf der letzten Mitgliederversammlung des FHR erwies sich die Auszeichnung „Bestes Fachgeschäft" als sehr problematisch. Der Verbandsvorsitzende, Mi-ke Glöckner, wird in einem Extrabeitrag auf die entsprechenden Gründe und Probleme noch eingehen. Im Ergebnis der umfangreichen Diskussion entschied sich der Vorstand des Verban-des für eine modifizierte Vergabe der Auszeichnung. An Stelle eines „Besten Fachgeschäfts" wird ein „Fachgeschäft des Jahres" ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ging an das neue Ge-schäft von Siegfried Spengler „SpielArt" nach Oberstdorf. Weiterhin wurde beschlossen, die Inhaberinnen von zwei Fachgeschäften für ihr großes Engagement beim Verkauf Erzgebirgi-scher Volkskunst auszuzeichnen. Diese Auszeichnung ging an Frau Schneider nach Limbach-Obefrohna und Frau Gräf-Petzoldt nach Berlin. Neben einer Urkunde und einen Präsent ist diese Auszeichnung mit einem Gutschein von 200 € für Werbemittel verbunden. Es ist vorgesehen auch diese Auszeichnungen in analoger Weise jedes Jahr zu vergeben.

2

 

Von mehreren Fachhandelsringmitgliedern wurde kritisiert, dass die Auszeichnung nicht anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zur Marketingkampagne mit übbereicht wurden. Dazu ist zu bemerken, dass – abgesehen von der Kurzfristigkeit – die Auszuzeichnenden zur Eröff-nungsveranstaltung nicht anwesend waren.

 

3. Werbemittel

Die bisherigen Werbemittel für den FHR wurden im Prinzip im gleichen Umfang auch 2007 weiter angeboten. Allerdings waren und sind wir teilweise noch insbesondere bei mittleren und großen Folienbeutel nicht lieferfähig. Eine Ursache dafür war auch, dass ein in diesem Umfang nicht erwarteter verstärkter Abverkauf der mittleren und großen Tüten einsetzte, als bekannt wurde, dass im Zuge der Marketingkampagne die mittleren Folientüten durch hochwertige Pa-pertüten ersetzt werden sollten. Aufgrund der weiterhin großen Nachfrage nach Folientüten und aufgrund einer entsprechender Auforderung durch den Sprecherrat, wird es diese Folientüten weiterhin geben, allerdings im Design der neuen Marketingkampagne. Es ist vorgesehen sobald, entsprechende Mittel aus dem Teil II der Marketingkampagne verfügbar sind, diese Folientüten produzieren zu lassen. Ich gehe davon aus, dass diese im 2. Halbjahr zur Verfügung stehen.

Ergänzt wurde das Sortiment an Werbemitteln im letzten Jahr durch die neuen Werbemittel der Marketingkampagne. Dabei handelt es sich neben den Papiertragetaschen vor allem um Plakate, Banner, Schaufensteraufkleber, Folienbänder, Dekorationspräsenter, Dekorationsklötzchen und Gutscheine. Dazu gehören auch noch der „hölzerne Bote" und die Endkundenzeitschrift sowie das Gewinnspiel. Darauf wird aber in den nachfolgenden Punkten extra eingegangen. Leider war es nicht möglich diese Werbemittel alle rechtzeitig bereitzustellen. So musste dies teilweise in drei Lieferungen erfolgen. Insgesamt ist auch zu verzeichnen, dass bis auf die Gutscheine die Nachfrage nach diesen Werbemitteln eher verhalten war. Es machten ca. 50 FHR-Mitglieder von den neuen Werbemitteln gebrauch. Die Mehrheit davon allerdings nur bzgl. der kostenlos bereit gestellten Präsenter für Zeitschrift und Gewinnspiel einschließlich „hölzerner Bote".

Neben der zu späten Bereitstellung der neuen Werbemittel wurde auch kritisiert, dass die aktuel-le Werbemittelliste keine Abbildung der Werbemittel enthält. Dies wird demnächst entspre-chend geändert.

Es ist derzeit nicht vorgesehen das neue Werbemittelsortiment wesentlich zu erweitern. Aus-nahme werden Plakate mit aktuellen Fotos der Marketingkampagne sein. Was allerdings nach derzeitigen Planungen im Zuge der Marketingkampagne bereit gestellt werden soll, ist eine Image- und Informationsbroschüre sowie repräsentative Verkaufshilfen in Form von Informati-onen zu den einzelnen Sortimenten.

4. Anzeigenvorlagen

Im letzten Herbst wurden auf Basis der neuen Plakate auch entsprechende Anzeigenvorlagen für den Fachhandel bereitgestellt, welche jedoch praktisch auf kein Interesse stießen. Dies wird vermutlich zum einen auch daran liegen, dass die Anzeigenvorlagen diesmal nicht an das Ge-winnspiel gekoppelt waren. Auch war der ursprüngliche Ansatz, dass der Fachhandel gleicharti-ge Anzeigen wie der Verband im Zuge der Marketingkampagne in den Zeitschriften von Gru-ner+Jahr in lokalen Zeitungen schalten kann, noch nicht gegeben, da dieser Teil der Marketing-kampagne – wie eingangs erwähnt – noch nicht erfolgte.

Mit Vorlage der neuen Bildmotive werden wir dieses Jahr in Verbindung mit den geplanten An-zeigen in den Zeitschriften von Gruner+Jahr erneut Anzeigenvorlagen zur Verfügung stellen. Auch werden wir über den Mediaplan, dies heißt die Schaltung der Anzeigen und vorgesehen redaktionelle Berichterstattung in den Zeitschriften, rechtzeitig informieren.

5. Gewinnspiel „Gib mir einen Namen" einschließlich „hölzerner Bote"

Das Gewinnspiel geht bekanntlich noch bis Ende April und erfreut sich großer Nachfrage. Der-zeit liegen bereits etliche tausend Rückmeldungen sowohl in Form der Rücksendekarten als auch per Email vor. Wir werden diese im Mai durch eine Praktikantin auswerten lassen und am Anschluss die Verlosung der Preise vornehmen. Dort wo ein Fachhändler vermerkt ist, soll die Preisübergabe über diesen erfolgen. Bei der Übergabe des Hauptpreises wird ein Verbandsver-treter mit anwesend sein.

3

 

Eine Panne gab es bei der Bereitstellung des Präsenters, da diese zunächst ohne eine entspre-chende Aufbauanleitung erfolgte, was zu berechtigter Kritik führte.

Mehrfach wurde auch kritisiert, dass der „hölzerne Bote" nicht zum Verkauf zur Verfügung steht, sondern nur als Werbegeschenk für gute Kunden gedacht ist. Abgesehen davon, dass es durch den Verband nicht kontrollierbar ist, was der Fachhändler letztendlich mit den „hölzernen Boten" macht, besteht die Überlegung einen Verkauf zuzulassen, dies aber mit einer Spenden für einen sozialen Zweck zu verbinden. Es wäre gut, wenn es in der Diskussion dazu und zu den bisherigen Erfahrungen Meinungsäußerungen gibt.

6. Endkundenzeitschrift „Die Kunst zum Leben."

Auf sehr positive Resonanz ist die Endkundenzeitung gestoßen. Von der Auflage von 70.000 Stück sind bis auf ca. 10.000 alle Exemplare verteilt. Und diese restlichen auch nur noch nicht, weil wir die Verteilung etwas „eingebremst" haben. Die in 50.000 Stück gedruckte Kinderbeila-ge ist bis auf wenige Restbestände verteilt.

Folgende Verteilung ist der Zeitschrift ist erfolgt:

o 15.000 Direktversand an Endkunden

o 14.000 deutschlandweit in den Flair-Hotels sowie in Hotels in Dresden und Seiffen

o 1.500 über einen Lesezirkel

o 30.000 über den Fachhandel und dem Verband

Ursprünglich war geplant eine größere Anzahl über Lesezirkel zu verteilen. Dies wurde aber un-terlassen, da nicht mehr genügend Zeitschriften zur Verfügung standen. Die ursprüngliche ge-plante Auflage von 100.000 war nicht realisierbar, da aus den bekannten Gründen die entspre-chenden Mittel zur Umsetzung der Marketingkampagne noch nicht verfügbar waren.

Für Irritationen bei einigen Fachhändlern sorgte der Aufdruck der Schutzgebühr von 4,50 €, da sie der Meinung waren, die Zeitschrift auch für diesen Betrag verkaufen zu müssen. Da die Zei-tung von uns kostenlos verteilt wurde, gingen wir davon aus, dass dies auch durch den Fach-händler so erfolgt. Die Schutzgebühr ist nur als einen Ausdruck des Wertes der Zeitschrift anzu-sehen. Auch für die nächsten Ausgaben, ist eine kostenlose Abgabe vorgesehen. Es wäre schön, wenn in der Diskussion Meinungen zu der Zeitschrift, einschließlich des Inhalts, geäußert wür-den. Auch wäre insbesondere noch von Interesse, welche Erfahrungen mit der Infopostkarte gemacht bzw. in welchen Umfang dies überhaupt eingesetzt wurde.

Zwei Probleme seien noch erwähnt. Einmal bestand bzgl. der Aufbauanleitung des Präsenters das gleiche Problem wie bei dem Gewinnspiel. Zum anderen wurde ein Teil der Zeitschrift von der Druckerei versehentlich ohne Kinderbeilage versandt.

Die nächste Ausgabe der Zeitschrift ist für Ende August diesen Jahres vorgesehen.

7. Messeaktivitäten

Auch im letzten Jahr erhielten die FHR-Mitglieder zu allen Messen, an denen der Verband teil-nahm, kostenlose Eintrittsgutscheine. Dies waren neben den beiden Leipziger Messen die Frankfurter Messen Christmasworld, Ambiente und Tendence. Die Bereitstellung von kosten-losen Gutscheinein soll auch so beibehalten werden. Inwieweit dies auch für die Nürnberger Spielwarenmesse 2009 erfolgt, ist noch nicht klar, da bisher noch nicht entschieden ist, ob der Verband mit einem eigenen Stand teilnimmt.

Hinweisen möchte ich auf den neuen Termin der Frankfurter Messe Tendence, die innerhalb der Messe „Decorate Life" vom 4. bis 8. Juli stattfindet. Der Verband selbst und mehrere Mitglieder werden trotz großer Bedenken bzgl. des früheren Termins in diesem dieses Jahr daran teilneh-men.

In der 34. KW in der ursprünglich die Tendence stattfinden sollte, sind einschließlich Wochen-ende einfache Einkaufstage in den jeweiligen Firmen im Erzgebirge vorgesehen.

8. Schulungen

Bekanntlich wurden im letzten Jahr aufgrund zu geringen Interesse keine Schulungen durchge-führt. Bei der jüngsten Umfrage, welche in einem extra Tagesordnungspunkt noch ausgewertet werden wird, zeigten fünf FHR-Mitglieder Interesse an einer Schulung. Da unklar ist, ob es sich 4

um eine Verkaufs- oder Reparaturschulung handelt, werden wir entsprechend nachfragen, und ein Angebot unterbreiten.

9. Finanzen

Die Einahmen des Verbandes aus den Mitgliedsbeiträgen der FHR-Mitglieder betrugen 2007 ca. 12.000 €. Dem standen direkt dem FHR zuzurechnende Ausgaben in etwa gleicher Höhe ge-genüber. Darin sind aber keine anteiligen Personal-, Miet- und Sachkosten enthalten, welche nicht direkt dem FHR zuzurechnen sind. Damit lagen die Gesamtausgaben des Verbandes für den FHR auch im letzten Jahr wieder deutlich über den eingenommenen Mitgliedsbeiträgen.

Olbernhau /Seiffen, den 1.4.2008